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Digitalisierung & Innovation

Digital Transformation Manager

Erfahren Sie, wie Digital Transformation Manager:innen den digitalen Wandel in Unternehmen strategisch gestalten und erfolgreich umsetzen.

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06. Mai 2026

Auf einen Blick: Die wichtigsten Kompetenzen digitaler Transformationsmanager:innen

  • Rolle als Enabler: Digital Transformation Manager und Managerinnen initiieren den strukturellen und kulturellen Wandel hin zu digitalen Geschäftsmodellen.
  • Strategische Verankerung: Eine hohe hierarchische Position und kurze Berichtswege zur Geschäftsführung sichern den notwendigen Entscheidungsspielraum.
  • Fokus auf Soft Skills: Kommunikationsstärke und Empathie sind für den Erfolg entscheidender als tiefgehende IT-Fachkenntnisse.

Was sind Digital Transformation Manager:innen?

Digital Transformation Manager:innen sind Führungskräfte, die gezielt Veränderungen im Unternehmen in Gang setzen. Diese Experten stoßen den strukturellen sowie kulturellen Wandel hin zur digitalen Zusammenarbeit an und entwickeln zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

Dabei verstehen sie sich als Wegbereiter, welche die erforderliche Organisationsentwicklung greifbar machen. Sie orchestrieren den Weg zu einer neuen Art der Zusammenarbeit, indem sie alle Beteiligten von der operativen Ebene bis hin zum Vorstand aktiv einbinden.

Abgrenzung: Digitale Transformation versus Digitalisierung

Bei der reinen Digitalisierung geht es primär um die digitale Gestaltung bestehender Prozesse. Die digitale Transformation hingegen umfasst eine Umgestaltung ganzer Unternehmensbereiche. Ziel ist die Entwicklung völlig neuer, digitaler Geschäftsmodelle.

In einer modernen Unternehmenskultur bildet die konsequente Digitalisierung von Arbeitsabläufen die notwendige Basis, um diese tiefgreifenden Veränderungsprozesse erfolgreich zu meistern. Nur so lassen sich langfristig Wettbewerbsvorteile in einem volatilen Marktumfeld sichern.

Strategie trifft Umsetzung: Der feine Unterschied

Die digitale Transformation definiert das strategische Ziel, während das Change Management die Umsetzung auf menschlicher Ebene sichert.

Ein/e Digital Transformation Manager:in entwirft die Vision und passt Geschäftsmodelle an neue Gegebenheiten an. Im Gegensatz dazu begleitet ein/e Digital Change Manager:in die Belegschaft aktiv durch die Veränderungsprozesse. Beide Managerinnen und Manager arbeiten eng zusammen, um die neue Unternehmenskultur nachhaltig im Betrieb zu etablieren.

Die Rollen im direkten Vergleich

In modernen Organisationen greifen beide Rollen ineinander, um eine ganzheitliche Organisationsentwicklung zu gewährleisten:

  • Ein:e Digital Transformation Manager:in agiert als Architekt:in der Strategie und identifiziert neue digitale Potenziale sowie Geschäftsfelder.
  • Ein:e Digital Change Manager:in steuert als psychologische:r Wegbereiter:in die Kommunikation und baut Ängste innerhalb der Belegschaft ab.

Position und Kompetenzen von Digital Transformation Manager:innen in der Organisation

An welcher Stelle Digital Transformation Manager:innen in der Unternehmensorganisation positioniert werden, ist vorrangig eine Frage der Unternehmensgröße und -struktur. In kleineren und mittleren Betrieben übernimmt meist die Geschäftsführung diese Aufgabe. Größere Unternehmen setzen oft auf spezialisierte Managerinnen und Manager.

Da die Aufgaben zu vielfältig für das Tagesgeschäft der Geschäftsführung sind, kommen hier häufig hauptamtliche Experten zum Einsatz. Unsere Referent:innen Dr. Janka Krings-Klebe und Dipl.-Ing. Jörg Schreiner erklären die Anforderungen wie folgt:

„Digital Transformation Manager:innen brauchen weitreichende Kompetenzen und ausreichend Entscheidungsspielraum, um die Strategie für die digitale Transformation umzusetzen und voranzutreiben“, erklärt Krings-Klebe. „Die Weiterentwicklung einer Organisation und das Vorantreiben der digitalen Transformation funktionieren nur, wenn Digital Transformation Manager:innen die Möglichkeit haben, Neues auszuprobieren, mit der Organisation zu lernen und Strategien kurzfristig anzupassen.“

Aus diesem Grund sollte die Position im Unternehmen möglichst weit oben angesiedelt werden, um die Organisationsentwicklung agil steuern zu können. Wer diese Kompetenzen systematisch aufbauen möchte, findet in der Weiterbildung zum Digital Transformation Manager die passende Unterstützung. Das Seminar vermittelt praxisnah, wie Sie Veränderungsprozesse rechtssicher und effizient steuern.

Schreiner ergänzt: „Ein möglichst kurzer Berichtsweg zum Vorstand oder zur Geschäftsführung ist unerlässlich, um schnell über neue Wendungen entscheiden zu können. Der Entscheidungsspielraum von Digital Transformation Manager:innen entlässt jedoch die Führungsriege nicht aus der Verantwortung für die digitale Transformation.“

Die Führung muss sich aktiv dafür engagieren, die Rolle des Enablers einnehmen und strategische Entscheidungen selbst treffen. Digital Transformation Manager:innen fungieren hier vielmehr als Wegbereiter:innen für diese Entscheidungen und übernehmen anschließend die Umsetzung.

Digital Transformation Manager:in: Aufgaben im Überblick

Die digitale Transformation und das Change-Management sind herausfordernde Bereiche, die ein breites Aufgabenspektrum abdecken. Die Experten identifizieren Stellen an denen kleine Schritte große Wirkungen erzielen. In ihrer Rolle begleiten sie andere Führungskräfte und Teams gleichermaßen bei der Implementierung neuer Strategien.

Wichtige Kernaufgaben in der Praxis sind:

  • Aufbau und Führung eines Teams, das den Change-Prozess aktiv vorantreibt
  • Klärung und Definition der strategischen Ziele für den digitalen Wandel
  • Analyse des Ist-Standes hinsichtlich Digitalisierung sowie der Integration von Künstlicher Intelligenz
  • Abbau von Kommunikationsbarrieren und Begleitung komplexer Veränderungsprozesse
  • Förderung der internen Weiterbildung zum Aufbau digitaler Kompetenzen in der Belegschaft
  • Monitoring von Technologietrends zur Identifizierung neuer Marktchancen 

Laut Dr. Janka Krings-Klebe ist es entscheidend, zunächst mit abgegrenzten Prozessen zu experimentieren. „Anfangs probiert man erst einmal mit kleineren Themen oder abgegrenzten Prozessen aus, was funktioniert und was nicht. Dieses Lernen in die Organisation zu bringen und die Learnings auch in andere Teams zu übertragen, ist Aufgabe der Digital Transformation Manager:innen.“

Herausforderungen von Digital Transformation Manager:innen

Digital Transformation Manager:innen sehen sich täglich vielen Herausforderungen gegenüber, die sie bewältigen müssen. Dazu gehören unklar gesteckte Ziele, fehlende Budgets oder Widerstände innerhalb der Belegschaft.

Auch die bestehende Unternehmenskultur kann als Bremse wirken, wenn Veränderungen als Bedrohung wahrgenommen werden.

Häufig scheitern Transformationsvorhaben an inneren Widersprüchen der Organisation. 

„Die Leitungsebene ist sich zwar häufig dessen bewusst, dass Veränderungen unausweichlich sind und dennoch blockieren sie das Projekt unbewusst, sobald die Veränderungen anfangen wehzutun. Das zeugt von unklaren oder nicht konsequent verfolgten Prioritäten“, führt Schreiner aus.

In solchen Fällen ist ein professionelles Change Management gefragt, um die Prioritäten neu zu ordnen und die operative Ebene wieder handlungsfähig zu machen.

Qualifikation von Digital Transformation Manager:innen: Skills & Know-how

Erfolgreiche Managerinnen und Manager in diesem Bereich verfügen meist über mehrjährige Berufserfahrung in verschiedenen Positionen. Dies hilft dabei, die komplexen Zusammenhänge im Unternehmen besser nachzuvollziehen. Zudem sollten sie weitere Führungskräfte im Betrieb durch fundierte Analysen und klare Visionen überzeugen können.

Krings-Klebe erklärt: „Man bekommt ein Gespür dafür, in welchen Bereichen oder Prozessen es im Unternehmen hakt. Hier kann man für Optimierungen im Rahmen der digitalen Transformationsstrategie ansetzen.“ Führungserfahrung auf der strategischen Ebene hilft Entscheidungen vorzubereiten und gegebenenfalls auch zu treffen.

Nicht zwingend erforderlich sind hingegen tiefer gehende IT-Kenntnisse. Natürlich sollte man verstehen, welche Möglichkeiten Technologien bieten und zumindest Grundkenntnisse mitbringen. Eine gewisse Affinität zum IT-Sektor kann von Vorteil sein. Es sind insbesondere Soft Skills, die Digital Transformation Manager:innen in die Lage versetzen, diese herausfordernde Aufgabe in Angriff zu nehmen.

Hilfreich sind diese Skills und Fähigkeiten:

  • Neugierde
  • Offenheit gegenüber Menschen und neuen Themen
  • Kommunikationsstärke
  • Empathie und Einfühlungsvermögen für die beteiligten Zielgruppen 

Schreiner erklärt: „Digital Transformation Manager:innen sind wie Übersetzer:innen zwischen verschiedenen Ebenen des Unternehmens. Sie bringen unterschiedliche Sichtweisen von der operativen Ebene der Mitarbeitenden über die IT-Abteilung bis hin zum Management zusammen, regen Gespräche an und räumen Hürden aus. Dafür müssen sie gut kommunizieren können und finden sich stets in einer Vermittlungsposition wieder.“ 

Ein fundiertes Wissen im Change Management ermöglicht es ihnen, als neutrale Vermittler zwischen den Abteilungen zu agieren. 

Fazit: Digital Transformation Manager:innen als Wegbereiter:innen für die Zukunft

Ganz nebenbei die digitale Transformation abwickeln – so funktioniert es leider nicht.

Deshalb tun Unternehmen gut daran, erfahrene Digital Transformation Manager:innen einzusetzen. Sie können sich voll darauf konzentrieren, Hürden zu beseitigen, die Kommunikation intern zu stärken und die digitale Transformation voranzutreiben. Wer sein Unternehmen für die Zukunft fit machen möchte, muss sicherstellen, dass dafür ausreichende Kapazitäten geschaffen werden. Am besten geht dies in Form einer gesonderten Position, die möglichst hoch im Unternehmen aufgehängt wird. 

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Natalie Pätzel

Portfoliomanagement, TÜV NORD Akademie GmbH & Co. KG
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